Von musikalischen Überraschungen und schlafenden Konzertbesuchern

Kreative Bandnamen, Klubs mit Livebands überall, fantastische Straßenmusiker an jeder Ecke, stylische Hipster, die zu Indieklängen im Takt mit ihren Köpfen nicken – das ist die britische Musiklandschaft für mich. Fabelhafte Konzerte in jeder Stadt, an jedem Wochentag locken alle Musikbegeisterten aus ihren Höhlen und bringen sie dazu, ihr letztes Geld auch noch in Bandshirts und Schallplatten oder CD’s zu investieren, und das alles nur um von Anbeginn dabei gewesen zu sein.

Newcastle ist keine Großstadt, doch für mich persönlich ist die Musikszene hier ganz groß! Wer es nicht weiß: ich liebe Musik! Ohne Musik geht bei mir gar nichts, da kann ich nicht geradeaus denken und irgendwie fühlt sich das Leben dann emotionslos und viel zu laut an. Höre ich einen Song, schaltet sich mein Gehirn an und plötzlich geht alles viel leichter – Atmen, denken, fühlen, schreiben, leben. Musik ist mein persönlicher Motor, der mich jeden Tag dorthin bringt, wo ich gerne sein möchte, auch wenn es nur in meinem Kopf passiert.

Seit ich hier in Newcastle bin, kann ich selber keine Musik machen. Ja, ich hätte wenigstens meine Ukulele mitbringen können. Manchmal gehe ich ganz langsam bei den Musikgeschäften hier in der Stadt vorbei, schaue mir die Gitarren und Ukulelen an und überlege dann, ob ich mir vielleicht eine günstige kaufen soll, nur für meinen Seelenfrieden. Derzeit muss ich mich dann doch einfach mit Konzerten begnügen und mich auf zuhause freuen.

Das Schöne an diesem Auslandssemester ist, dass man so viele neue Dinge kennenlernt. Mein Mitbewohner Justin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Chvrches in Newcastle ein Konzert geben, und wir uns das unbedingt anschauen müssten. Gesagt, getan! Wir haben uns gleich Karten besorgt, haben aber leider nur noch Plätze am Balkon bekommen. Also mussten wir in der O2 Academy in Newcastle zu den Sitzplätzen empor steigen, um uns von dort das Konzert anzusehen. Ja „Ansehen“, denn tanzen war leider nicht möglich, da die Security-Leute sehr streng waren, und uns nicht aufstehen ließen. So erlebten wir ein wirklich tolles Konzert im Sitzen.

Für Justin war das vermutlich auch besser so, da er während dem Konzert eingeschlafen war (man sollte vor einem Konzert einfach nichts trinken, das mindert das Erlebnis!). Eine volle O2 Academy wurde von Chvrches, einer Electropop Band aus Glasgow verzaubert. Die Lichtshow, die aus dreieckigen Lichtelementen bestand, unterstützte die mitreißenden Rhythmen, die uns leider nicht von den Sitzen reißen durften. Aber auch die Menge, die unten vor der Bühne stand, verhielt sich sehr ruhig und starr. Mitnickende Köpfe und Leute, die im Takt von einem auf das andere Bein traten war schon das Maximum an Dancemoves, die man ausmachen konnte. Ich habe das Konzert wirklich genossen, auch wenn es im Sitzen war. Doch das war nicht mein einziges Konzert, das ich besucht habe. Ich habe mich auch noch dazu überreden lassen, zu Dan Croll zu gehen. Dieses Konzert war schon eher das, was ich auch aus Österreich kenne, aber doch wieder ganz anders.

Als wir in den kleinen aber feinen Club Think Tank kamen spielte bzw. sang gerade ein Musiker aus Newcastle, der normalerweise hier in den Straßen der Stadt sein Können zum Besten gibt, und an diesem Abend seinen ersten Gig hatte. Er überzeugte mit einer tolle Stimme und wirklich guten Gitarreskills – damit hatte er mich auch schon auf seine Seite gezogen! Danach kam eine weitere Band bevor sich Dan Croll auf die Bühne wagte.

Racing Glaciers beeindruckten mit 3 Gitarren, Keyboard, Drums, Bass, Trompete und gutem Gesang. Alle Bandmitglieder konnten mit ihren Stimmen umgehen und wussten auch, wie sie diese in den verschiedenen Songs einsetzen mussten. Auch unter den Zuhörern konnte man die Begeisterung aber auch die Überraschung spüren beziehungsweise sehen. Doch die coole Hipster Crowd, die vorwiegend in engen Jeanshosen, mit Hemd und anliegend Pullovern oder Jeansjacken anwesend war, blieb gelassen und nickte im Einklang wie eine Horde Wackeldackel. Info am Rande: ich hatte noch nie so viele Menschen mit schwarzen Kunststoffrahmen-Brillen gesehen.

Als es dann so weit war und Dan Croll mit seiner Band auf die Bühne kam, hab ich meine Erwartungen trotzdem noch nicht sehr hoch gesteckt. Natürlich habe ich meine Hausaufgaben gemacht und mir ein paar seiner Songs angehört, habe mich damit aber irgendwie nicht so identifizieren können. Doch bei Konzerten werde ich immer wieder von der Stimmung mitgerissen und plötzlich mutierte ich zum Fan. Ich wippte im Takt der Musik und fand gefallen an der Musik, die mir zuerst nicht so zugesagt hatte.

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Während des Konzerts konnte ich aber auch sehr interessante Beobachtungen machen. Das „Groupietum“ ist hier noch immer zu spüren. Auch wenn ich Dan Croll jetzt nicht in die Reihe der hübschen Mädchenschwarm-Musiker einreihen würde, so sind die Mädels doch auf ihn abgefahren. Auch Sprüche wie „Dan I love you“ sind reihenweise in Richtung Bühne geschmettert worden. Es gab alles, was zu einem richtigen Konzert dazugehört. Bei Konzerten stehe ich nicht so sehr aufs fotografieren, da mich das nur von der Musik ablenkt. Doch hier in Newcastle gehören Fotos zum guten Ton, wenn man nicht auffallen will. Wer besonders cool ist, der macht Videos. So kam es, dass rund um mich herum immer zehn Smartphones im Einsatz waren, um kurze Videos von den Bands zu machen – Hello Youtube!

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Ein Hoch auf die Smartphones

Als die letzten zwei Zugaben vorüber waren, setzte das euphorische Gefühl ein, so ein bisschen in der Luft zu hängen. Irgendwie ist man geschafft und irgendwie möchte man auch nicht, dass das Konzert schon zu Ende ist. Doch alles Gute muss auch mal sein Ende finden. Die Girls im Club versuchten noch Dan Croll und seiner Band aufzulauern und auch die Hipster schnappten ihre Jeansjacken, schulterten ihre Tote-Bags und richteten ihre schwarzen Kunststoffbrillen wieder zurecht und gingen nachhause.

Eine kleine Info am Rand: auch bei diesem Konzert ist Justin wieder eingeschlafen, doch dieses Mal im Stehen. Während seinem kleinen Schläfchen legte er seine Stirn auf die Schulter seines Vordermanns. Die Jungs, dessen Schultern für Justin herhalten mussten, machten sich einen Riesenspaß daraus und machten Fotos mit Justin, die sie dann Auf Instagram und Facebook stellten. Und weil sie ihn solo nett fanden, und er auch immer wieder sagte, wie toll er ihre Dan Croll-Shirts fand, haben sie ihm einfach ein neues T-Shirt gekauft … einfach so. Tja manchmal hat man Glück.

Man kann in Großbritannien spüren, dass Live-Musik geschätzt wird. Es ist Platz für jeden Musikstil, jeder der Musik macht wird toleriert. Das ist vermutlich auch der Grund, warum man hier so viele tolle und talentierte Musiker antreffen kann. Ich werde meine verbleibenden zwei Monate noch genießen, und den vielen Straßenmusikern zuhören. Vielleicht trauen sich viele Musiker in Österreich einfach nur nicht, auf die Straße zu gehen, um dort ihr Bestes zu geben, doch wenn dann Menschen, die normalerweise durch die Straßen eilen, um schnell zu ihrem Zielort zu bekommen, ein bisschen langsamer gehen, um nur ein paar Töne mehr zu hören, dann zahlt es sich schon aus. Musik macht Menschen glücklich und die Welt noch bunter.

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Wenn dein Horizont sich erweitert und 3-dimensional wird

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Ich hab mich aus dem Staub gemacht, hab meine sieben Sachen gepackt und bin ausgeflogen. Ganz alleine, ohne Mama, Papa oder Freunden nenne ich ein, mehr oder weniger fremdes Land für fünf Monate mein Zuhause. Fünf Monate sind keine Ewigkeit – für Kosmopoliten. Ich bin da eher der Komfortzonen-Typ, der sich Zuhause recht wohlfühlt.

Wer will auch ein Extra-Risiko eingehen, wenn alles gerade so gut passt. Mein Leben verläuft in geregelten Bahnen, mein Studium macht mir Spaß, meine Freunde sind die Besten, die man sich nur vorstellen kann – alles ist toll, doch irgendetwas fehlt. Im Alltagstrott ist es nicht so einfach dahinter zu kommen, was einem ständig zum grübeln bringt. Jeder Tag ähnelt dem vorherigen fast zu 100%. Jeden Tag dasselbe Frühstück, der Terminplan ist im Gehirn abgespeichert, weil sich sowieso nichts ändert und die Abende verbringt man vorzugsweise vor dem Fernsehapparat. Die Wochenenden geben auch nichts mehr her. Als Student sollte man doch eigentlich die Nacht zum Tag machen und das bisschen Popkultur frönen, was uns noch übrig geblieben ist. Aber auch die Studenten sind ihren Lebensstil müde geworden und beschränken sich lieber auf ihre eigenen vier Wände. Halten mit dem Hintern lieber die eigenen Sitzgelegenheiten nieder. Das Problem liegt gar nicht daran, dass in der Stadt nichts los wäre oder es keine Bereitschaft zum Fort gehen gibt. Es liegt viel eher daran, dass viele Studenten die Gemütlichkeit für sich entdeckt haben, und durch eine durchzechte Nacht den nächsten Tag nicht komplett aus dem Kalender streichen wollen. Ich muss einfach raus aus dieser bunten Tristesse, einmal etwas Neues ausprobieren und über meinen eigenen Schatten springen. Raus aus der Komfortzone hinein in die Ungewissheit. Ein Auslandssemester ist da genau das Richtige, schließlich kann man da von einer sicheren Ungewissheit sprechen. Normalerweise kommt es zu keinen unangenehmen Überraschungen oder schwierigen Situationen, es kommt einfach nur darauf an, was du daraus machst!

Durham

Die Reisegruppe „Durham“: Katharine, ich, Jenna, Christina und Tom

Die erste Hürde ist es, sich mit ganzem Herzen für ein Semester in einem fremden Land zu entscheiden. Wenn man sich nicht wirklich sicher ist und nicht von seinen Liebsten und seinem Umfeld unterstütz wird, ist das ganze Unterfangen noch um einiges schwieriger. Ich habe Glück und werde von meiner Familie unterstütz wo es nur geht, und dabei rede ich nicht nur von finanzieller Unterstützung. Von Zeit zu Zeit brauche ich Zuspruch, wie es ein krankes Reh braucht. Wenn ich wieder einmal von Selbstzweifel überfallen werde, sind sie es, die mir wieder den Rücken stärken und mich voran treiben.

Durham

auf den Spuren Harry Potters in Durham

Nach den vielen Hürden aus E-Mails und Formularen muss ich dann alleine in den Flieger steigen und ins bekannte Ungewisse aufbrechen. Eine längere Zeit in Großbritannien zu verbringen war schon immer mein Traum. Aber es ist noch einmal etwas ganz anderes, wenn du diesen Traum dann wirklich in die Tat umsetzt. Du kommst in eine fremde Wohnung, die dein Zuhause ist sich aber nicht danach anfühlt. Die einzige Person, die du kennst, ist die Frau, die dich skeptisch aus dem Spiegel betrachtet und die nette Dame an der Rezeption, die dir deine Wohnung gezeigt hat.

mein erstes Essen im Pub

Mein erstes Essen im Pub: man beachte die Beilagen

Das erste Zusammentreffen mit den Mitbewohnern hat etwas vom ersten Schultag. Du weißt, dass du mit diesen Typen die nächsten Monate eine Wohnung teilst, wer sie sind weißt du aber nicht. Ich gehe erstmals nicht vom Schlimmsten aus und gehe vorurteilsfrei auf jedes neue Gesicht zu. Diese neu erlernte Eigenschaft ist auch schon mitunter ein Punkt, warum ich mein Auslandssemester liebe. Du kannst hier nicht großartig wählerisch sein, was Freundschaften anbelangt – ja das klingt jetzt vielleicht ein bisschen hart. ABER ich lerne hier so viele verschiedene Persönlichkeiten, von verschiedenen Kontinenten kennen und ich lerne sie auch zu schätzen. Es wird nicht in Kategorien gedacht, es geht in erster Linie darum, sich gegenseitig ein bisschen Halt zu geben und das Gefühl von Freundschaft auch in den ersten Tagen und Wochen zu spüren. Denn diese Freundschaften sind es, die schlimme Tage wieder erträglich machen, wenn mal niemand da ist, den du anrufen kannst. Sie sind es die dich wieder auf den Boden der Tatsachen holen, und die dir weiterhelfen, wenn du nicht mehr weiter weißt.

Unterwegs mit meinen Mitbewohnern

Unterwegs mit meinen Mitbewohnern

Bis jetzt verlaufen die ersten Wochen nach Plan und völlig zu meiner Zufriedenheit. Ich habe meinem gefängniszellenähnlichen Zimmer schon ein bisschen Charm verliehen. Ich habe mir Schuhe gekauft, damit ich mich mädchenmäßig wohlfühle und die Treter meiner Gemütslage anpassen kann. Doch von Komfortzone kann man von meiner neuen Bleibe noch lange nicht sprechen, wohl eher mehr von überdachtem Feldlager. Trotzdem ist es in Ordnung, so wie es ist.

Um das Land und seine Leute besser kennen zu lernen, versuche ich, so viel wie möglich zu sehen. Neue Eindrücke zu sammeln, meinen Horizont zu erweitern. Über die eigenen, oft großen Schatten zu springen und als Person offenherzig und ehrlich auf alles zu zu gehen was auf mich zu kommt. Und wenn sich mir etwas in den Weg stellen sollte, dann wird es einfach frech weg gelacht – einfach so sein, wie ich immer bin!

Cheerio und die besten Wünsche aus Newcastle …

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Tag 1 – Der Einzug in das „Schloss“

Der Tag der Tage … ein Dorfkind macht sich auf die Reise nach Großbritannien. Newcastle upon Tyne soll es sein, und das auch noch für die nächsten fünf Monate. Na das kann ja was werden. Um 4:30 ging es los. Raus aus den heimischen Gefilden und den noch warmen Federn nach Wien, wo mein Flieger starten sollte.

Im ausgebuchten Flug nach London Heathrow war man dann wirklich sehr international unterwegs und unterhielt sich in vielen bunten Sprachen. Nur ich war alleine und hab mich mit mir selbst unterhalten. In Heathrow angekommen ging es dann zum nächsten Terminal, denn mein Ziel war noch nicht erreicht. Am Terminal 5 musste ich dann auch noch 2 Stunden Todschlagen, bis endlich mein Anschlussflug ging. Ein Kaffee hier, ein Stück Kuchen dort, dann noch ein bisschen bummeln. Wer den Terminal 5 in Heathrow nicht kennt – das Gebäude hat Ähnlichkeiten mit einem exklusiven Einkaufszentrum. Der Flug nach Newcastle war dann aber viel ruhiger und auch der Flieger war kleiner. Was braucht man denn auch einen großen Flieger, wenn die Flugzeit nur 45 Minuten beträgt. Die Board Crew hatte ganz schön zu kämpfen alle Passagiere zeitgerecht zu bedienen, denn nachdem wir unsere Reisehöhe erreicht hatten, begann der Flieger auch schon wieder zu sinken und machte sich für die Landung bereit. Man könnte es eventuell mit einem Flug von Graz nach Wien vergleichen – man kann, muss aber nicht.

Am Flughafen in Newcastle angekommen, schnappte ich mir mein Gepäck (das wider Nadines Szenario nicht verloren gegangen ist) und traf nach dem Ausgang auch schon auf zwei nette Damen der Northumbria University, die mich abholten und zu meinem Bus geleiteten. Man glaubt es kam, aber wir fuhren zu zweit mit einem 20-Personen Bus in die Stadt, eine Stretch-Limousine der anderen Art.

Und dann ging alles ganz schnell. Ich bekam meinen Zimmerschlüssel und wurde zu meiner zukünftigen Bleibe geführt. Erster Pluspunkt: Ich teile mir die Wohnung mit NUR 4 anderen Leuten. Jetzt kommt der Haken an der Bude: Die Zimmer ähneln mehr einem Kasernenzimmer beim Bundesheer als einer gemütlichen Bleibe. Die Dame, die mich zu meinem Zimmer begleitete, war etwas peinlich berührt und meinte nur :“Geht das auch wirklich für dich in Ordnung?“ Ich frage mich, was sie gemacht hätte, wenn ich Nein gesagt hätte. Mir war es aber egal, und so begann ich meine Koffer auszupacken. Dank Christoph Schattleitener, der mir ein „Care-Paket“ hinterlassen hat, hatte ich plötzlich auch Bettzeug und Kleiderbügel und konnte die Bude dann doch noch ein wenig gemütlicher machen.

Als ich dann die ersten haarigen Überreste meiner Vorgängerin in ein paar Schubladen gefunden hatte, mussten Putztücher her. Also raus der Wohnung und rein ins Geschehen. Einmal die Shoppingmeile runter, aber wo bekomme ich hier was zu essen? Ein netter Australier war mir dann behilflich und hat mir den Weg erklärt. Mit Wasser, Weckerl, Äpfel und Destol-Desinfektions-Putztücher ging es dann an den Generalputz.

Und dann hörte ich auch endlich etwas in der Wohnung rumpeln – die Mitbewohner sind da! Ein kurzes Hallo, was studierst du, woher kommst du, und zack waren auch schon alle wieder in ihren Zimmern. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt. Na dann muss die Familie zum Skypen antreten.

Eigentlich ist es für den ersten Tag gar nicht so schlecht gelaufen. Ein bisschen schwermütig ist die Stimmung auf alle Fälle! Ich hoffe, dass ich morgen ersten Kontakt mit anderen Austauschstudenten knüpfen kann!